Sie sind (vor geraumer Zeit) in die Schweiz gezügelt oder haben als Schweizerbürger mal in Deutschland gearbeitet?

Ihr (Auslands)Aufenthalt in der Schweiz oder in anderen Staaten ist der Deutschen Rentenversicherung in der Regel nicht bekannt, da zwischen den Staaten kein automatischer Datenaustausch erfolgt. Diese Information ist aber von grosser Bedeutung für die Höhe Ihre künftigen Rente aus Deutschland. Deshalb sollten Sie in einem Kontenklärungsverfahren der Deutschen Rentenversicherung unbedingt mitteilen, dass Sie sich in der Schweiz aufhalten bzw. dort arbeiten.

 

Leben und arbeiten im Ausland bedeutet für viele, dass sie im Laufe ihres Berufslebens Mitglied in verschiedenen Systemen der Sozialen Sicherheit sind. So unterschiedlich die Systeme auch sein mögen, eins haben diese meistens gemeinsam: Eine Rente kann nur gezahlt werden, wenn bestimmte Fristen eingehalten und Mindestversicherungszeiten erfüllt werden. In der Rentenversicherung zu berücksichtigende Zeiten aus verschiedenen Ländern können zusammengerechnet werden, um die in den einzelnen Ländern jeweils vorgeschriebenen Mindestversicherungszeiten zu erfüllen. So erfüllt zum Beispiel ein Versicherter, der 20 Jahre in Deutschland, 10 Jahre in Norwegen und weitere 5 Jahre in der Schweiz gearbeitet hat, die Mindestversicherungszeit von insgesamt 35 Jahren für die deutsche Altersrente für langjährig Versicherte.

 

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, zahlt jedes Land aus seinen Zeiten eine eigene Rente. Eine gemeinsame Altersrente von einem Land für andere Länder gibt es nicht. Grundlage für die Rentenzahlung sind die in den Ländern zu berücksichtigenden Zeiten. Wer die Mindestversicherungszeit trotz der Zusammenrechnung der Zeiten nicht erfüllt und dadurch keine Rente erhalten kann, kann sich die Beiträge unter bestimmten Voraussetzungen auch erstatten lassen. Eine Zusammenrechnung der Zeiten erfolgt nach europäischem Gemeinschaftsrecht im Verhältnis zu den Staaten der Europäischen Union und zusätzlich im Verhältnis zu Liechtenstein, Island, Norwegen und der Schweiz. Mit vielen anderen Staaten hat Deutschland Sozialversicherungsabkommen geschlossen, etwa mit den USA, Kanada, Australien und der Türkei, die entsprechende Regelungen enthalten. 

 

Welchen Einfluss haben ausländische Beitragszeiten auf die schweizerische AHV/IV-Rente?

Aus der Schweiz erhält man von der AHV nur eine Vollrente, wenn man seit dem 20. Lebensjahr bis zum ordentlichen Rentenalter jedes Jahr AHV-Beiträge bezahlt hat, also keine Beitragslücken aufweist (z.Bsp. weil man sich in Deutschland oder einem anderweitigen Ausland aufgehalten hat). Andernfalls wird nur eine Teilrente gezahlt. Nähere Erläuterungen hierzu siehe     

 

Sachgebiet komprimiert: Rente & Ausland

 

Broschüre der Deutschen Rentenversicherung zum Thema "Arbeiten im Ausland"

 

Merkblatt der AHV zum Thema "Arbeiten im Ausland"