Grundsätzliches zur Rentenversicherung

 

Sowohl Deutschland als auch die Schweiz haben ein gesetzliches Alters- und Hinterbliebenensicherungssystem, das zusätzlich auch zur Absicherung gesundheitlicher Risiken dient.  

 

In Deutschland müssen alle versicherungspflichtig Beschäftigten (das sind die meisten Arbeitnehmer und manche Selbstständige) in die Deutsche Rentenversicherung einzahlen. Die Beiträge werden vom Gehalt einbehalten und zusammen mit dem Arbeitgeberanteil vom Arbeitgeber an die Beitragseinzugsstellen überwiesen. Bestimmte Berufsgruppen wie Beamte, Berufspolitiker, Rechtsanwälte, Notare, Geistliche, Apotheker und Ärzte unterliegen in Ihrer Tätigkeit nicht der Rentenversicherungspflicht bzw. können sich von dieser befreien lassen und gehören anderen Versorgungssystemen an.

 

Personen, die nicht in der Gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sind (u.a. Hausfrauen und Hausmänner, manche Selbständige) können sich unter bestimmten Umständen dort freiwillig versichern.

 

Neben dem System der Gesetzlichen Rentenversicherung gibt es in Deutschland noch die betriebliche und die staatlich geförderte private Altersvorsorge, aber darauf gehe ich an anderer Stelle ein.

 

Für die deutsche Rentenversicherung gilt:

Solange Sie arbeiten, zahlen Sie einen gewissen Prozentsatz ihres Einkommens an die Rentenversicherung. Die Höhe der Rente hängt davon ab, wie lange und in welcher Höhe Sie Beiträge zahlen. Nun gibt es aber auch Zeiten, in denen man aufgrund verschiedener Umstände nur wenig oder gar nichts verdienen und einzahlen kann. Solche Zeiten sind beispielsweise: Schul-, Fachschul-, Hochschulausbildung nach vollendetem 17. Lebensjahr, berufliche Ausbildung, Wehr- und Ersatzdienst, Kindererziehung, Schwangerschaft/Mutterschutz. Aus sozialpolitischen Gründen werden solche Sachverhalte bei der Rentenberechnung aber trotzdem rentensteigernd berücksichtigt bzw. erhalten eine Höher- oder pauschale Bewertung. Hier eine Auflistung aller rentenrechtlich bedeutsamen Zeiten und wie diese sich bei der Rentenberechnung auswirken.

 

Anders als in Deutschland ist in der Schweiz die Gesetzliche Rententenversicherung  eine allgemeine und obligatorische Volksversicherung, die alle Personen umfasst, die in der Schweiz wohnen oder erwerbstätig sind. Die Gesetzliche Rentenversicherung in der Schweiz ist die Alters- und Hinterlassenenversicherung - abgekürzt AHV. Das Versicherungsrisiko der Invalidität wird durch die Invalidenversicherung (IV) abgedeckt, die wie die AHV ebenfalls für alle obligatorisch ist.

 

Bei der AHV pflichtversichert sind: 

  • Frauen und Männer, die in der Schweiz erwerbstätig sind, also auch Grenzgänger und Gastarbeiter;
  • Personen, die in der Schweiz wohnen, also auch Kinder und andere Nichterwerbstätige wie Studierende, Invalide, Rentner und Rentnerinnen, Hausfrauen und Hausmänner.

 

Welche Personenkreise Beiträge zur AHV/IV zahlen müssen und wer zwar versichert ist, aber keine Beiträge zahlen muss, erfahren Sie hier.

 

Meine Ausführungen zu beiden Rentenversicherungssystemen sind stark vereinfacht. Weitergehende Informationen erhalten Sie direkt bei der Deutschen Rentenversicherung, bei der AHV oder der SVA Zürich.

  

Die Deutsche Rentenversicherung bietet auch hilfreiche kostenlose Publikationen an.